Helfer in der Not: die Hilfskasse von Verkauf Schweiz

09:50:51 08.05.2019 geposted von Verkauf Schweiz, Stefano Farro um 09:50:51 08.05.2019
Helfer in der Not: die Hilfskasse von Verkauf Schweiz

Ein Angebot für Aktivmitglieder und Aktiv-Senioren

Es gibt Situationen im Leben, die wir nicht allein stemmen können. Ein Bericht von K. - H. Nickelsen in seiner Funktion als Mitglied des Stiftungsrates von Verkauf Schweiz von April 2019 macht dies deutlich. Es ist eine wahre Geschichte, bei der nur die Namen aus Datenschutzgründen abgeändert wurden. Ein wahrer Bericht eines Mitglieds des Stiftungsrates

Plötzlich arbeitslos

Der 41-jährige Felix Guldinger verlor vor drei Jahren seine Stellung im Verkaufsaussendienst, die er bei einem Schweizer Grossverteiler hatte. Er war plötzlich arbeitslos, aber machte sich keine grossen Sorgen über eine etwaige wirtschaftliche Notlage. Die sozialen Auffangnetze würden ihm schon helfen denn immerhin hatte er seine Pflichtabgaben an die Sozialwerke stets geleistet. Doch seine Erwartungen erfüllten sich nicht. Er meldete sich bei der Arbeitslosenversicherung an und wusste, dass er Lohneinbussen einkalkulieren musste. Leider war dies jedoch nicht der einzige Verlust. Die Spesenzahlungen waren gestrichen und er hatte weiterhin eine hohe Kostenbelastung durch den Leasingwagen. Darüber hinaus stand er in der Verpflichtung, Schulden aus einer früheren Arbeitslosigkeit zu tilgen. Kurzum: Die Kostenbelastung war immens.

Die Schuldenspirale dreht sich

Guldinger bewarb sich nach den Vorgaben des RAV für eine Stelle im Verkauf. Die ersten vier Wochen verstrichen rasch, aber Bewerbungsgespräche gab es noch keine. Dafür lagen am Monatsende diverse Rechnungen im Briefkasten. Guldinger wurde bewusst: »Mir fehlen rund SFr. 1`300.« Ersparnisse hatte der Mann keine mehr, weswegen er bei Bekannten Kredite aufnahm und mit einigen Gläubigern neue Abzahlungsvereinbarungen traf. Nach elf Monaten fand Guldinger schiesslich einen neuen Job, aber seine Schulden betrugen nun stolze SFr. 20`000. Doch dies war nicht die einzige Sorge, die ihn quälte. Schon nach wenigen Tagen im neuen Job fiel ihm auf, dass es zwei unterschiedliche Verträge für das Vertreterteam gab. Der eine Vertrag war für die Vertreter so schlecht, dass es nicht möglich war, einen regulären Verdienst zu erreichen. Die Konditionen für Guldinger waren schlecht und auch seine Gesundheit hatte aufgrund des grossen Sorgenberges gelitten. Letztlich waren die Lohnzahlungen inklusive Starthilfe des neuen Unternehmens nur geringfügig höher als die Leistungen der Arbeitslosenversicherung. Schulden liessen sich demnach nicht tilgen.

Verkauf Schweiz wusste Rat

Guldingers Last und Sorgen wuchsen stetig an und irgendwann überwand er seine Scham, um sich beim Präsidenten der Verkauf-Schweiz zu melden. Dieser konnte das Mitglied an die Hilfskasse vermitteln und damit an den Stiftungsrat. So lernte ich Guldinger und sein Problem kennen. Über zwei Jahre begleitete ich sein Leben. Wir erkannten seine Notsituation an und lösten durch gezielte Massnahmen sein Problem:
•    Entlastung bei den laufenden Ausgaben für Krankenkasse, Miete
•    Entlastung bei den Arztkosten und Kosten für Arzneimittel
Steuerschulden und Kredite darf die Stiftung allerdings nicht übernehmen, denn dies ist im Reglement so festgesetzt. Somit konnte Guldinger diese Schulden nur in Teilen tilgen. Wir haben jedoch auf unsere Kosten seinen Arbeitsvertrag rechtlich überprüft. Eine Lohnsteigerung war nicht in Sicht. Guldinger bewarb sich daher erneut bei anderen Unternehmen. Er ging selbstbewusster in den Bewerbungsprozess, denn aufgrund unserer Kostenübernahme hatten sich sein Wohlbefinden und sein gesundheitlicher Zustand gebessert. Die Stiftung gab ihm darüber hinaus ein paar Tipps an die Hand, um ihn zusätzlich zu stärken. Einige Monate später traf dann eine Nachricht von Herr Guldinger ein: » Dank Eurer Unterstützung über diese lange Zeit habe ich diese Hölle überlebt. Nun habe ich eine Arbeit mit sehr guten Bezügen bei einem grossen Konzern. Herzlichen Dank an alle Stiftungsräte!« Über solch ein Feedback freuen wir uns sehr. Es bestärkt uns in unserem Handeln und in unseren Entscheidungen.

Kurzinformationen für Interessenten:

Kurze Angaben für Aktivmitglieder und Seniorenmitglieder vom Verband:
1.    Was kostet diese Versicherung? Die Kosten werden automatisch über den Verbandsbeitrag abgegolten.
2.    Wie wird eine Unterstützung angefordert? Durch ein Gesuch an die Geschäftsstelle der Vorsorgestiftung. Telefon 031 961 54 83 oder per Mail stiftung@verkaufschweiz.ch
3.    Wie läuft die Unterstützung ab? Die Mitarbeiter der Geschäftsstelle unterliegen der Schweigepflicht und leiten das Gesuch der Mitglieder an den Stiftungsrat weiter. Diese wiederum vereinbaren einen Besprechungstermin am Wohnort des Mitgliedes. In vertrauter Atmosphäre wird die aktuelle Notsituation aufgenommen oder ein absehbarer finanzieller Engpass erfasst.
4.    Wie erfolgt die Hilfe für Mitglieder? Die Hilfe erfolgt in Form von Zahlungen an die Krankenkasse. Darüber hinaus wird eine Entlastung bei der Wohnungsmiete, den Autokosten, der Telekommunikation, den juristischen Kosten und den Ausbildungsbeiträgen angeboten. Nahrungsmittel-Gutscheine runden unser Hilfsangebot ab. Neben dem Aktivmitglied werden auch alle Familienmitglieder im gleichen Haushalt unterstützt.

Scheuen Sie sich nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen!

Telefon 031 961 54 81    

stiftung@verkaufschweiz.ch