Wenn der Ball nicht rein geht, dann hat es auch mit dem Kopf zu tun!

16:54:00 02.07.2018 geposted von Verkauf Schweiz, Stefano Farro um 16:54:00 02.07.2018
Wenn der Ball nicht rein geht, dann hat es auch mit dem Kopf zu tun!

von Nino Paneduro:

Wie verwandle ich einen Penalty an der Fussball-WM in Russland?

Haben Sie Vorstellungskraft? Na dann…
1. Stellen Sie sich vor, es ist Fussball Weltmeisterschaft. (Diese Situation können wir uns gerade einfach vorstellen, oder?)
2. Stellen Sie sich vor, Sie sind Profi-Fussballer.
3. Stellen Sie sich vor, es sind zehntausende Zuschauer im Stadion und Millionen Zuschauer sitzen vor dem Fernseher.
4. Stellen Sie sich vor, Sie dürfen den entscheidenden Penalty in der Schluss-Minute schiessen.

Was geht Ihnen durch den Kopf? Welche Gedanken machen Sie sich?
Der Trainer wählt SIE als Schützen aus, und SIE können über Sieg oder Niederlage entscheiden. Sie können für die Mannschaft an diesem denkwürdigen Tag das Tor der Tore erzielen. Denn der nächste Torschuss entscheidet über Sein oder Nicht-Sein!
Haben Sie Muffensausen? Ich in dieser Situation hätte es!
Was braucht es, dass Sie den Penalty erfolgreich verwerten?

Vor jedem grossen Spiel stehen viele Reporter aus diversen Nationen bei der Pressekonferenz. Trainer und Mannschaft stehen Rede und Antwort. Es wird analysiert und philosophiert.
Auf jedem Spieler lastet ein extremer Druck. Druck, welcher von aussen jedoch auch von jedem Spieler selber gemacht wird. Die Presse hilft da bestimmt ganz doll mit, die Erwartungen in die Höhe zu schrauben. Jeder Zuschauer möchte Sensationen sehen. Reporter münzen jeden Fehltritt und jede Aussage in ein Spektakel für die Medien um. Es geht in diesen Tagen nicht nur ums Fussballspielen, es geht um viel mehr.
Wenn der Kopf des Spielers da nicht ins Wanken kommt…

Emotionen aufgrund von Erwartungsdruck, Emotionen bezüglich Gewinnen und Verlieren, Emotionen wegen Millionen von Zuschauern (Live oder an Bildschirmen), Emotionen von verbreiteten Inputs in den Sozialen Medien, Emotionen seitens der politischen Front – all diese Emotionen schwappen einfach rüber.

Und was passiert bei Niederlagen (oder sogar Ausscheiden) von Top-Nationen?
Wenn Brasilien auf dem Spielfeld keinen Samba tanzt, dann werden alle misstrauisch.
Wenn Frankreich die Spiele nicht dominiert, da wird es laut bei der Grand Nation.
Wenn Deutschland als einer der Favoriten in der Vorrunde rausfliegt, da haben wir den Scherben-Haufen.
Emotionen pur - was macht das mit dem Kopf? Der Kopf wird mit Stresshormonen durchflutet, der Kopf raucht und die feuchten Hände werden noch feuchter, daraus resultiert eine ängstliche Spielweise und die Unsicherheit wird übertragen. Die Kompetenzen auf dem Feld kippen schnell – weder Neymar noch Pobga noch Kroos noch irgendwer können diesem Phänomen dauerhaft standhalten. Resultat: Schlechte Performance!

Was braucht der Spieler in einer solch emotionalen Situation?
Was braucht das Team, welches Mental Stark sein sollte?
- Einen Trainer, der für die Spieler immer präsent ist und klare Strukturen schafft.
- Einen Trainer, der auch in schwierigen Spielen einen klaren Blick für Taktik und Gegner hat.
- Einen Trainer, der charismatisch auf die Spieler wirkt und die Winner-Mentalität versprüht.
- Spieler, die auf und neben dem Platz ihre Rolle, ihr Stärken, ihr Spiel kennen und voller Leidenschaft bereit sind, für das Team
  alles zu geben.
- Spieler, die eine Einheit bilden, um den Sieger-Spirit zu versprühen und alle mitreissen zu können.
- Spieler, die dem ganzen Rummel von Druck, von müssen/sollen standhalten und das volle Potential abrufen können.

Es braucht Selbstvertrauen, es braucht Klarheit, es braucht Fokus, und es braucht Vertrauen, dass dieser eine Schuss ins Tor geht.

Egal ob dieser Moment an einem WM-Final, an einem Champions League-Match oder an einem Meisterschafts-Spiel ist: Die Brisanz liegt an der Situation und dem Eigendruck, das Tor erzielen zu wollen.

Erleben wir nicht alle tagtäglich solche Situationen? Bei der Arbeit, in der Freizeit, beim Sport? Im Business und/oder im Privaten? Situation, bei welchen wir Muffensausen kriegen und unsere (negativen) Emotionen nicht im Griff haben? Und genau in solchen Momenten ist es entscheidend, ob wir unseren Kopf trainiert haben!

Unser Gehirn wird tagtäglich mit einer Unmenge von Gedanken durchflutet. 60‘000 Gedanken pro Tag – diese Durchschnittszahl wird von verschiedenen Untersuchungen weltweit gestützt.
Viele der Gedanken sind flüchtig, ohne grossen emotionalen Charakter und fliessen einfach durch. Andere Gedanken berühren, lösen ein emotionales Hoch oder Tief aus und wieder andere Gedanken bzw. Ereignisse sind verantwortlich für einen Sturm aus torpedierenden, höchst-emotionalen Gedankenwechseln.

Sind unsere Gedanken steuerbar? JA!
Wenn es im Kopf nicht stimmt, wenn die Emotionen Druck und Stress den ganzen Körper durchströmen, sind wir blockiert. Ein wunderbarer Nährboden für Ängste, falsche Erwartungshaltungen, unrealistische Herausforderungen und Nicht-erfüllende-Prophezeiungen. Platziert der Profi-Fussballer in diesem emotionalen Moment den Penalty im Tor?

Doch wer entscheidet, ob ein Gedanke positiver oder negativer Art ist? ICH!
Genau das können wir uns zunutze machen für uns und für unsere Ziele. Wenn sich unser Kopf bei einem Gedanken emotional begeistert, wenn eine Idee ein emotionales Feuerwerk auslöst, entsteht ein wundervoller ‚Werbefilm‘ im Kopf. Meine Begeisterung und meine innere Ausrichtung stärkt mein Selbstvertrauen und hilft mir, meinen Fokus vollends auf meine Aufgabe zu legen. Negative Gedanken haben keine Chance erhört zu werden, denn ich spüre die Siegermentalität und mache das Tor!

Wie kann ich meinen Kopf schulen und Herr über meine Emotionen werden?
Beim Körper-Training setzen die einen auf Krafttraining im Center, die anderen auf Jogging-Runden im Wald und wieder andere ziehen ein Mannschaftstraining in der Halle vor. Wie beim Körper-Training führen auch beim Kopf-Training diverse Wege ins Tor bzw. zum Ziel.
Um die unzähligen Gedanken für eine kurze Zeit zu bändigen, ist Meditation ein guter Ansatz.
Um die Art der Gedanken zu realisieren bzw. zu ändern, bieten Affirmation und Suggestion gute Dienste.
Um die Emotionen in den Gedanken positiv zu aktivieren, hilft Mentaltraining und Hypnose.
Mit all den unterschiedlichen Werkzeugen und Trainingsmitteln generiert man Performance im Kopf.

Performance im Kopf managt Emotionen, um zielgerichtet und erfolgreich unterwegs zu sein.
Performance im Kopf ergibt Klarheit, denn durch den Fokus im Kopf verstehe ich, was ich brauche.
Performance im Kopf erhöht die Agilität im Kopf, um Herausforderungen als solche zu sehen und nicht als Hindernisse.
Performance im Kopf unterstützt in Entscheidungen und Entscheidungsbereitschaft.
Performance im Kopf verhilft zum Toooooooorrrrrrrrr!

Nino Paneduro, Die Performance Academy. www.nino-paneduro.com

Die Performance Academy unter der Leitung von Nino Paneduro macht Leistungssportler mental fit für den Wettkampf und stärkt Menschen in Unternehmen für den Erfolg im Business. Wer souverän zu seinem persönlichen Ziel möchte, erlernt hier Fokus, Konzentration, Selbstbewusstsein, Klarheit über das Tun und die Ausführung. Mit dem Schwerpunkt auf Mentaltraining erlangen Teilnehmer aus Leistungssport und Unternehmen innere Stärke, Selbstbewusstheit und Leistung auf Abruf. Das Angebot umfasst Trainings und Seminare, Coaching, Mentoring, Begleitung – von der ‚Jugend‘ an die Spitze – sowie Impuls-Workshops. Die Performance Academy begleitet jeden auf seinem ganz persönlichen Weg zu seiner Top Performance – und damit zu seinem individuellen Erfolg.